Neueröffnung des Ease, Wiedereröffnung des Osho

Kiel – Cluberwachen in der Kieler Szene. Zwei neue Läden wollen mit dem Start in den November erkundet werden. Während es sich beim Osho um eine Wiedereröffnung handelt, buhlt das Ease erstmalig um feierfreudige Gäste.
Henning Puls, einer der Ease-Betreiber, hat bei der Bergstraße die Vision eines Kieler Kiez’: „Die direkte Nachbarschaft zu Luna, Bond und den Tucholsky-Katakomben empfinde ich als absoluten Vorteil. Da profitieren alle von und beflügeln sich gegenseitig. Was kann Kiel besseres passieren als eine vielseitige Adresse, die für alle Geschmäcker etwas bereithält?“

Die Kooperation zwischen ihm und den Machern vom Mode-Label Shisha, insbesondere Christoph Schwarz, ist die Realisierung eines lang gehegten Wunsches. „Christoph kenne ich seit Jahren. Wir hatten uns vorgenommen, eines Tages einen Laden aufzumachen. Jetzt, wo wir uns beide beruflich gefestigt haben, herrscht richtig Power ob der Umsetzung.“ Im Sommer wurde mit dem Vermieter verhandelt und relativ kurzfristig eine Einigung erzielt. Puls, der neben Ease noch das Bond sowie drei weitere Läden in Kiel und Neumünster betreibt und vor allem tagsüber die Geschicke regelt, ist begeistert: „Ein toller, schlauchförmiger Raum, der sich im hinteren Bereich weit öffnet für die Tanzfläche. Dazu ein Bar- und ein Raucherbereich mit viel Weiß und runden Formen. Und: beinahe alles in Eigenbau entstanden!“

Die generelle Ausrichtung des Publikums ist studentisch, unterstrichen durch günstige Getränkepreise. Für die musikalische Organisation sorgt Raphael Kammer, den viele unter seinem Pseudonym DJ Golden Amber aus After-Dark-Zeiten kennen. Im Vordergrund steht Clubmusik, also House und Electro, aber nicht ausschließlich. „Wir wollen uns ganz bewusst eher auf die regionalen DJs konzentrieren. Der Sound ist sehr offen und breit angelegt, quasi laissez-faire!“ Nicht von ungefähr steht der Clubname für Leichtigkeit und Ungezwungenheit…

Während im Ease die offizielle Eröffnung bereits vergangenen Freitag gefeiert wurde, steht sie im Osho noch bevor. Nach einer Eröffnungsparty für geladene Gäste folgt an diesem Wochenende der öffentliche Start mit Discofamily und DJ Markus Gardeweg. Geschäftsführer Hamed Abdolkarim, der zusammen mit Ahmad R. Zirakbash (Someshwar) die Leerzeit in der Eggerstedtstraße 12 beendet, verfolgt ein beinahe elitäres Konzept: Laut Programm ist elegante Kleidung erwünscht. „Wir wollen ein spezielles Publikum zwischen 23 und 30 ansprechen, das momentan keinen Ort zum Ausgehen hat. So soll der Club einen Stil verkörpern, der langfristig ein Szene-Publikum anzieht. Um das zu erreichen, ist die strenge Einlasspolitik notwendig, also keine Turnschuhe oder Jogginghose.“

Seit eineinhalb Jahren überlegten er und sein Partner, wie es weitergehen soll. Nun legt DJ Hayo donnerstags im „osho-Club“ Alltime Charts und House auf, freitags verspricht der „Beat Club“ das Beste von House Music. Die Sonderveranstaltungen, die sonnabends bereits bis Januar vermietet sind, decken sämtliche Club-Stile ab. Mit Animationen, beispielsweise Live-Percussion, soll der Laden jedes Mal einen neuen Blick gewähren.

Ease (Bergstr.17), Dienstag bis Sonntag ab 21 Uhr; Osho (Eggerstedtstraße 12), Eröffnungsparty am Freitag und Sonnabend ab 22 Uhr, Donnerstag bis Sonnabend