JazzNights 2006 - „Klaus Doldingers Jubilee“

„Während besonders amerikanische Musiker irgendwann einmal die Öffentlichkeit scheuen und dann nur noch im Studio sitzen, möchte ich doch vor Publikum spielen. Wenn man es schafft, die Musik adäquat live zu präsentieren, ist das für mich so eine Art Gütesiegel.” Diese Aussage stammt von Klaus Doldinger. Und Klaus Doldinger darf so eine Aussage treffen, denn er schafft eben diese passende Live-Umsetzung seiner Studioaufnahmen - mit Gütesiegel. Dank der JazzNights gibt es im Mai und Anfang Juni siebenfach die Gelegenheit, sich von der Präsenz und Musikalität des Saxofonisten zu überzeugen: „Klaus Doldingers Jubilee“ vereint die heutigen Passport-Musiker mit der 70er-Urbesetzung und willkommenen Gästen wie Ingfried Hoffmann, Majid Bekkas, Rhani Krija oder Momo Djender.

Bereits 1973 gab es ein „Doldinger’s Jubilee”, damals zum Zwanzigjährigen Bühnen-Jubiläum und zu Zeiten seines ersten Chartalbums „Second Passport“ mit Wolfgang Schmid, Curt Cress und Kristian Schulze an den übrigen Instrumenten. Doch auch in diesem Jahr gibt es für den Münchener viel zu feiern: 35 Jahre Passport, seinen 70. Geburtstag sowie die Veröffentlichung der kommenden Passport-Platte „Back To Morocco”. Es verwundert nicht, dass Doldinger immer im Gespräch bleibt. Selbst ein Jazzlaie wird zumindest die „Tatort“-Titelmelodie aus seiner Feder kennen. Doch als Komponist von ungefähr 2000 Werken, als Filmmusikschreiber für „Das Boot” oder „Die unendliche Geschichte”, als Namensgeber und Bandleader des Klaus Doldinger Quartetts seit 1962 oder eben als Gründungsmitglied von Passport besticht er stets durch kreatives Talent, Innovation und einen eigenen Sound.

Der Jubilar sagt selber: „Ich habe keinen gefilterten Saxofonsound. Ich versuche das, was ich spiele, möglichst gerade und unverfälscht zu erhalten. Wenn man schon über einen guten Sound verfügt, sollte man ihn auch möglichst nicht bearbeiten.” In über 2700 Konzerten und Tourneen durch 50 Länder konnte sich Doldinger diese Natürlichkeit bewahren. Die Bühne teilt er sich mittlerweile mit Peter O’Mara, Patric Scales, Christian Lettner, Roberto DiGioia, Biboul Dariouche und Ernst Stroeer. Allesamt erstklassige Musiker, die dem Kulturbotschafter des Deutschen Jazz würdig zur Seite stehen. Henrik Drüner

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Veranstaltungsdaten:

12.05.2006 München, Residenztheater
24.05.2006 Düsseldorf, Tonhalle
25.05.2006 Dortmund, Konzerthaus
29.05.2006 Hamburg, Laeiszhalle - Musikhalle, Großer Saal
30.05.2006 Berlin, Philharmonie
31.05.2006 Frankfurt, Alte Oper
02.06.2006 Ludwigshafen, Konzertsaal im Pfalzbau