Jimi Tenor on Tour

Der extravagante Finne hat wieder einmal zugeschlagen: neues Album, neues Label, neuer Sound, noch größere Live-Band. Jimi Tenor ist seit jeher für Überraschungen gut, so dass auch die Veröffentlichung des aktuellen Werks „Higher Planes“ bei Kitty-Yo aus Berlin nicht sonderlich verwundert.

Einzige Konstante beim Musikchamäleon bleibt wohl das Erlebnis seiner Live-Auftritte. Er zelebriert stets mitreißende Konzertabende, und mimt den Zampano mit besten Entertainerqualitäten und schrillem Outfit. Dazu kommt eine exzellente Band, die ihrem Leader den Rücken freihält und den vielschichtigen, jazzigen Sound vom Studio auf die Bühne transportiert. Grund genug für Jazz thing, die Tour im Februar mit acht Terminen in Deutschland zu präsentieren.

Seit dem Debüt „Sähkömies“ von 1994 hat Jimi Tenor auf sechs höchst unterschiedlichen Alben sein skurriles Songwriting ausgelebt. Nach den spröden Orgelexperimenten der ersten Jahre und den Elektro-Spielereien auf Warp Records ist er mittlerweile bei opulenten Big Band-Arrangements angelangt, die er teilweise im Studio live einspielen lässt. Zum Glück nimmt sich Dirty Jimi nicht allzu ernst, wenn er etwa behauptet, sein momentaner Sound sei von „70’s heavy metal, psychedelic rock stuff and film music“ beeinflusst. Henrik Drüner