Funky Electronics

 

„Das war mehr oder weniger Zufall“, erinnert sich Lars Raguse an den ersten Kontakt zu Marcus Carp und Thunder. „Der DJ für die erste Veranstaltung hatte kurzfristig abgesagt. Er gab mir jedoch ihre Telefonnummern, sie fanden unser Konzept interessant, sagten zu und machten ihre Sache richtig gut. Deswegen dürfen sie auch gerne wiederkommen.“

Lars, 30-jähriger Kieler, gehört mit Kristin Janz (27) und Dennis Lorentschat (30) zum Organisatoren-Team von Funky Electronics. Seit vergangenen Oktober läuft die Veranstaltungsreihe alle zwei Monate im Roten Salon der Pumpe – mit stetig wachsender Resonanz. Am Freitag gibt es die nächste Gelegenheit, das Markenzeichen der DJs Carp & Thunder zu erleben: Beide legen zeitgleich auf, Carp beispielsweise eine TechHouse-Platte, während Thunder eine weitere Vinylscheibe dazu live mit Scratches bearbeitet. Die Kombination ergibt eine ganz eigene und unverbrauchte Note. Ansonsten sind die beiden Hamburger regelmäßig bei dem Tanzallianz-Event im Echochamber, auf dem Lovefield-Festival oder der Fusion aktiv. Unterstützt werden sie in der Pumpe von den Kielern Miou alias Sylvia Reitz und Greq alias Gregor Weiss, die auch die „Tequila Lounge“ am 14. Mai in der Pumpe beschallen werden.

Mit Funky Electronics wurde bewusst ein offener Name gewählt, der sich einerseits am Schwerpunkt der Abende - elektronische Tanzmusik - orientiert, andererseits aber auch möglichst viele Nuancen aus diesem Bereich integriert. Ziel ist es, den Roten Salon „in einen Ort der unbändigen Freude zu verwandeln“, so die Info, „mit einem flockigeren Song-Mix als bei vergleichbaren Veranstaltungen in Kiel“. Super8- und Dia-Projektionen verwöhnen zudem das Auge der Tanzenden und transportieren visuell die musikalische Atmosphäre.

Dennis und Lars kennen sich bereits aus Schultagen, während Kristin mit Lars zusammen die Veranstaltungstechniker-Ausbildung absolvierte. Bislang wurden ein Open Air 1998 auf dem Nordmarksportfeld und verschiedene Bunker-Partys organisiert - doch das Angebot der Pumpe war der nächste Schritt. „Eine feste Location fördert definitiv den Zuspruch des Publikums, ebenso ein regelmäßiger Termin“, berichtet Lars. „Dadurch ergeben sich ganz andere Möglichkeiten bei Werbung, Deko oder Lichteffekten“. Und alle drei wissen: Die Kapazität des roten Salons ist begrenzt. „Vielleicht müssen wir nach der Sommerpause auf den großen Saal zurückgreifen“, prophezeit Dennis. Und grinst. Schöne Aussichten für die drei ehrgeizigen Idealisten.

Freitag, 22 Uhr, Pumpe (Roter Salon)