Laith Al-Deen kommt am Sonntag ins Kieler MAX


Erst kürzlich wurde Laith Al-Deen bei den German Radio Awards in der Kategorie "Best Male Pop National" mit einem Goldenen Mikrofon ausgezeichnet. Eine verdiente Bestätigung für drei Alben und Hits wie Bilder Von Dir, Dein Lied oder Höher, mit denen sich der 33-jährige Sänger und Wahl-Mannheimer mit iranischen Eltern eine stetig wachsende Fanbasis erspielt hat. Sein viertes Album Die Frage Wie (Sony BMG) wird sie nicht verschrecken: Die Basis bilden weiterhin Balladen voll poetischer Wortbilder und massentaugliche Popmusik, die mit Blues- und Soul-Elementen aufgepeppt werden. Mit dem Sänger sprach Henrik Drüner.

Welche Erinnerungen verbindest Du mit dem diesjährigen Kieler Woche-Auftritt?

Diesmal hat es richtig Spaß gemacht, auch, weil immer mehr Leute kommen. Ich bin heilfroh über mein offenes, tolerantes Publikum.


Sind es denn immer noch hauptsächlich Frauen?

Von der Tour kann ich das nicht bestätigen. Es wurde sogar eine offizielle Marktanalyse in Auftrag gegeben, die ein Verhältnis von 60:40 zugunsten weiblicher Zuschauer ergab; ich persönlich tendiere sogar zu 50:50. Generell ist es doch nur gut, wenn die Jungs nicht nur ihre Freundin begleiten, sondern sich auch allmählich trauen, Emotionen zuzulassen und gefühlsbetonte Balladen zu mögen.


In welcher Rolle siehst Du Dich am ehesten: Schmusekater, Rocker oder Soulsänger?

Ich denke, wenn man die dazugehörigen menschlichen Charaktereigenschaften zusammenschiebt, würde wahrscheinlich die Mischung aller drei Rollen dabei herauskommen. Meine Rockzeiten sind zwar eine Weile her, was aber kein Grund wäre, einen kompletten Imagewechsel vorzunehmen, nur damit man mir glaubt. Meine Live-Konzerte sind facettenreich genug, um zu merken, dass stilistisch mehr dahinter steckt. Wer mich nur auf der Schmusebasis sehen möchte, soll es meinetwegen so machen.


In welche Richtung geht "Die Frage Wie"?

Einerseits ist es ein recht ruhiges Album geworden, was nicht heißt, dass nur Balladen darauf sind. Andererseits klingt es wesentlich akustischer als die Vorgänger: ein Resultat der Reife und Erfahrung der letzten Jahre! Die Band war diesmal weniger beim Songwriting involviert. Stattdessen lag die Hauptarbeit bei meinen Produzenten [Ralf Hildenbeutel, Steffen Britzke, Matthias Hoffmann] und mir. Wichtig war uns, möglichst viel Schnickschnack außen vor zu lassen. In fünf Jahren hat man sich genug ausgetauscht und gestritten, um eine gute gemeinschaftliche Basis zu finden.


Was erwartet die Zuschauer beim Konzert im MAX?

Die Besetzung wird wie gewohnt aus fünf Leuten bestehen, darunter auch ein junger Schlagzeuger aus Marburg, der neu hingekommen ist. Neben den Songs von der aktuellen Platte versuchen wir, die alten Songs in einem neuen Gewand und frischen Arrangements vorzustellen. Versionen, wie man sie bisher noch nicht gehört hat, um auch für uns noch ein wenig mehr Spaß rauszukitzeln. Es kann auch laut werden!

Sonntag, 30. Oktober, MAX, Einlass: 19 Uhr (Support: Lea Finn). Die Kieler Nachrichten verlosen heute um 14 Uhr unter Tel. 0431 / 903 – 2895 zwei "Die Frage wie"-Alben, zwei Mal die Single, ein Mal die DVD sowie ein Meet & Greet mit Laith vor dem Konzert für zwei Personen.

nordClick/Kieler Nachrichten vom 27.10.2005 01:00

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