Reamonn und Dick Brave & The Backbeats auf der Sommerbühne Herford am 14.7.

 

Reamonn aus Freiburg zeigen auch auf ihrem dritten Album „Beautiful Sky“, dass der Hit „Supergirl“ aus dem Jahre 2000 keine Eintagsfliege gewesen ist. Mit dem melodischen RockPop zwischen verträumten Arrangements und rockigen Parts konnte die fünfköpfige Band seitdem eine große Fanbasis für sich gewinnen. Vor dem Auftritt in Herford beantwortete Raymond „Rea“ Garvey, gebürtiger Ire und Kopf von Reamonn, die Fragen der „Szene“.

Rea, du singst derzeit den Song „Set me free“, Jam & Spoon’s aktuelle Single. Brauchst du diese Abwechslung?

Garvey: Das ist fast wie ein kreative Pause für mich, in der ich neue Einflüsse von außen aufnehme, um sie auch für Reamonn zu nutzen. Jam & Spoon fahren ja eine ganz andere Schiene als wir, wesentlich populärer. Aber solche Nebenprojekte bereichern mich als Musiker ungemein.

Wie kam der Kontakt zustande?

Garvey: Bei den Aufnahmen zu „Saving an Angel“ [vom Vorgängeralbum „Dream No.7“, Anm.d.A.]: Wir verstanden uns sehr gut im Studio und arbeiten seitdem gerne miteinander. Es ist immer sehr witzig! Ich stehe auch voll hinter „Set me free“. Wenn ich keinen Bock darauf hätte, würde ich so etwas nicht machen.

Kritiker werfen euch vor, zu sehr auf einem bewährten Sound zu verharren…

Garvey: Das sehe ich anders! Zwar haben wir uns nicht großartig verändert, aber in vielerlei Hinsicht verbessert. Ich denke, dass wir mit „Beautiful Sky“ unseren Sound und vielleicht auch unseren Stil gefunden haben. Eine gewisse Gleichförmigkeit könnte aber auch daran liegen, dass ich als Schreiber zu sehr in der Sache drinstecke und die objektive Distanz fehlt. Manchmal sehe ich dann nicht mehr den Wald vor lauter Bäumen.

In Herford gibt es ein Zusammentreffen mit Dick Brave. Stehst du auf seine Rock’n’Roll-Songs?

Garvey: Dick Brave’s Musik finde ich geil – es rockt! Bei dieser 50er Jahre-Sache kann das Publikum eine richtige Band abfeiern und es passt perfekt zu einem Festival. Ich freu mich riesig auf gemeinsame Aktionen in Herford.

Ist schon was konkretes geplant?

Garvey: Was auf der Bühne passiert? Sicher ist noch nichts. Aber etwas Neues wird es auf jeden Fall geben – das wollen wir beide. Der Rest wird sich zeigen.

Henrik Drüner