She Wants Revenge - Auf der dunklen Seite der Achtziger

 

Eigentlich waren die B-Boys Justin Warfield und Adam Brevin zusammengekommen, um HipHop zu machen. 2003, im San Fernando Valley von L.A.. „Es entsprach dem musikalischen Vokabular, das uns beide zu Beginn verband. In diesen ersten fünf, sechs Monaten haben wir uns sehr gut kennen gelernt, also auch die Musikstile, mit denen der andere vertraut ist“, erinnert sich DJ Adam, eine Hälfte von She Wants Revenge.

So kamen sie an einen Punkt, an dem ganz bestimmte Emotionen in Songs ausgedrückt werden sollten - mit HipHop wurde das ziemlich frustrierend. „Ich schrieb dann einen Song, der sich von den bisherigen vollkommen unterschied: schneller, tanzbarer, dunkler. Es hörte sich fast nach Sachen an, mit denen ich aufgewachsen war. Ich spielte ihn Justin vor, er fügte zu Hause noch Gitarre und Gesang hinzu, und am nächsten Tag wussten wir beide: Das ist unser Sound.“ Beinahe ein Initialzündung, denn ein Song folgte dem nächsten, immer weiter zur dunkleren Seiten der Achtziger. Eine ausgeprägte Basslinie, viele Gitarrenspuren und die tief hallende Stimme von Warfield bringen Joy Division und andere Manchester-Bands ins Spiel; mit Texten, die schon durch Titel wie „Broken Promises For Broken Hearts“, „Disconnect“ und „Someone Must Get Hurt“ gut umschrieben sind.

Mit Placebo, engen Freunden von She Wants Revenge, geht es in Magdeburg und Bielefeld auf die Bühne. Vorfreude, „auch, weil wir ihre Fans sind.“ Als DJ Adam ist Brevin jedoch nicht nur der Herr der elektronischen Düsternis: „Ich bin DJ seit mittlerweile 17 Jahren. Du kannst mich in jedem Club in jeder Stadt stecken, und ich könnte immer ein Set gestalten, egal ob HipHop, House, Dancehall, Goth/Industrial, Punk oder Soul“ - Pause - „I had it all!“ Henrik Drüner

Intro-Feature #139