Trashmonkeys: Fuckin’ Welthit

 

„Ich sag es ganz ehrlich: Das Album hat richtig wehgetan!“ Gunnar Riedel, Schlagzeuger der Trashmonkeys, verbrachte im vergangenen halben Jahr mehr Zeit im Studio bei Gregor Hennig und Chris von Rautenkranz, als ihm vielleicht lieb war. Doch die Strapazen und Augenringe verflüchtigen sich angesichts der vierten Platte „Favourite Enemy“.

Weiterhin bestimmt schwitziger und nach vorne drängender Sixties-Garagen-Rock das Songwriting beim Bremer Quartett, erweitert durch neue Einflüsse und melodiösere Töne. Wenn es nach L’Age d’Or-Chef Carol von Rautenkranz geht, ist mit „Attitudes In Stereo“ auch mindestens ein „fuckin’ Welthit am Start“. Andreas Wolfinger (Gesang, Gitarre), Daz Fralick (Bass), Offer Stock (Orgel) und Riedel zogen sich für den Nachfolger von „The Maker“ nach Fresenhagen ins Ton Steine Scherben-Haus zurück, in dem schon Die Sterne teilweise ihr aktuelles Album einspielten. „Es war auch Frank Spilker, der die Verbindung herstellte. Wir wollten vier, fünf Tage am Stück konzentriert an den Songs arbeiten; an einem Ort, wo sonst niemand ist.“

Mit Streichern, Background-Gesang und ungewohntem Timbre bei Wolfinger stechen „Silver Sun“ und vor allem „Outside“ heraus. „Live werden wir die beiden Songs aber nicht spielen - es sei denn, wir bekommen ein richtiges Streichorchester auf die Bühne.“ Neben einem Remix des Titelsongs, den Riedel mit Kumpel Nayan Soukie bastelte, gibt es auch wieder einen Cover-Song: „Gone Daddy Gone“ (Violent Femmes). „Wir haben versucht, etwas Neues herauszuholen, weil ein Nachspielen eh nicht möglich ist - dafür ist das Original zu großartig.“ Dass auch Gnarls Barkley gerade diesen Song zur Neuinterpretation auswählten, bemerkte er bei myspace.com. „Ich dachte, jetzt schlägt’s dreizehn!“ Henrik Drüner

Intro-Feature #141