Stand: 01.03.2014


Hier ist ja wirklich seit knapp drei Jahren (in Internetjahre umgerechnet: Äonen!) nichts mehr passiert. Intro ist mittlerweile bei Heft #220, Jazz thing hat die #100 bereits gefeiert. Das hat aber auch seine Gründe: Ein Blick in die Vita verrät, warum mir nur noch wenig Zeit für musikjournalistische Exkurse bleibt. Ob das mal wieder anders wird? Mal sehen. Bis dahin achte ich weiter penibel auf Syntax, Orthografie und solche Späße.

 

Wu Lyf (Intro #194)

In Zeiten, in denen Bands mehrheitlich alles von sich preisgeben, verweigern sich Wu Lyf gängigen Marktstrategien. Bewusste Nicht-Information auf allen Social-Media-Kanälen, dazu ein mysteriöser Background mit Sekten-Gerüchten und ein Debütalbum als mitreißendes Indie-Pop-Spektakel. Gerade das erregt Aufmerksamkeit, auch bei Henrik Drüner. mehr ...

 

Jazz thing Städte Check: Hamburg (Jazz thing #89)

„Hamburgs Kultur muss endlich wieder ausreichend finanziert werden, damit Hamburg als Kulturstadt nicht mehr lächerlich gemacht werden kann.“ Zwei Wochen vor der Bürgerschaftswahl klingen die Worte von SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz kämpferisch und sendungsstark. „Kultur ist fester Bestandteil von Demokratie und Freiheit und eben nicht nur eine Kostenstelle“, so Scholz. Hoffnungsfunke oder wahlkampferprobtes Lippenbekenntnis? mehr ...

 

Raphael Saadiq (Jazz thing #88)

Er steht mit Mick Jagger bei der Grammy-Show auf der Bühne, trägt bevorzugt taillierte Anzüge und Hornbrille und lässt im Handstreich 1967 und 2011 eins werden. Selbst nach einem Vierteljahrhundert im Musikzirkus gehört Raphael Saadiq zu den maßgeblichen Motoren des momentanen Soul-Revivals. Dabei hat sein mittlerweile viertes Soloalbum "Stone Rollin’" (Sony Music) mehr zu bieten als nur nostalgisches Motown-Feeling. mehr ...

 

The Naked and Famous (Intro #191)

Die BBC tut es. Der NME auch. Und selbst VIVA ist dabei – falls das noch jemanden interessiert. Aber was eigentlich? Sie alle beschreien den großen Durchbruch von The Naked And Famous für dieses Jahr. Henrik Drüner überzeugte sich beim Tour-Auftakt in London davon, dass mit dem vielschichtigen Alternative Pop der neuseeländischen Band die musikalischen Voraussetzungen dafür ideal sind. mehr ...

 

Michael Rother trifft Fujiya & Miyagi (Intro #189)

Michael Rother hat Krautrock mit Neu! in den 1970ern zu höchstem internationalen Renommee verholfen. Fujiya & Miyagi transportieren dessen Motorik-Beat leichtfüßig in die Gegenwart. Henrik Drüner belauschte das Aufeinandertreffen zwischen den Generationen in Hamburg. mehr ...

 

Soil & „Pimp“ Sessions (Jazz thing #84)

Normal sind die nicht. So setzen Soil & „Pimp“ Sessions auch auf „6“ (Brownswood/Rough Trade) die lieb gewonnene Tradition fort, offene Münder zu hinterlassen. Umso mehr Klärungsbedarf ergibt sich: Warum Jamie Cullum am Album einer japanischen Band beteiligt ist. Was ein Megafon bei einem Jazzkonzert zu suchen hat. Oder warum sich eine Band freiwillig den Stempel „Death Jazz“ aufdrückt. mehr ...

 

Tom Gaebel (Jazz thing #84)

Beim Versuch, neben den übermächtig großen Fußstapfen von Frank Sinatra seine eigenen Spuren zu hinterlassen, ist schon so mancher Sänger ins Straucheln geraten. Tom Gaebel, der Kölner Sänger, Entertainer und Bandleader, entzieht sich auf seinem vierten Album „Music To Watch Girls By“ (Telemedia Music/Indigo) einem direkten Vergleich. Seine Hommage an Easy Listening ist umso mehr ein weitgehend unbeschwertes Vergnügen. mehr ...

 

Marsmobil (Jazz thing #83)

Küchenkunst und Jazzverwandtes – das passte schon immer gut zusammen. Denn die Zubereitung einer Pasta Pomodore hat mit einer Marsmobil-Studioproduktion mehr gemein, als es der erste Eindruck vermuten lässt. Roberto Di Gioia gibt auf dem neuen Album „(Why Don’t You Take) The Other Side“ (Compost/Groove Attack) den Maître de Cuisine, der geschmacks- und stilsicher mit erlesenen Zutaten hantiert. mehr...

 

Rakim (Jazz thing #82)

Die Visionen der Offenbarung können mit jedem Katastrophenfilm aus Hollywood mithalten. Es ist die Geschichte dieser von Sünde geplagten Welt. Setzt sich ein Eastcoast-Rapper mit solch einem brisanten Thema auseinander, ist Skepsis angebracht. Doch Rakim ist kein normaler Rapper: „The Seventh Seal“ (Ra Recordings/SMC/Soulfood) ist das Comeback einer lebenden Rap-Legende. mehr...

 

Jaga Jazzist (Jazz thing #82)

Auch bei erwiesenen Freigeistern kehrt von Zeit zu Zeit eine ordnende Hand ein. Jaga Jazzist, das neunköpfige Kollektiv aus Norwegen, ist anlässlich der Aufnahmen zu „One-Armed Bandit“ (Ninja Tune/Rough Trade) dazu übergegangen, beinahe das gesamte Notenmaterial im Vorfeld zu verschriftlichen. Mit Erfolg: Ihre Soundausformungen klingen opulent wie selten – und die individuell gepflegten Absurditäten sind erhalten geblieben. mehr...

 

Vampire Weekend (Intro #178)

Mit dem Debüt von Vampire Weekend fiel der Startschuss zur Afrobeat-Welle. Und jeder Musikconnaisseur meinte plötzlich, kongolesischen Soukous, Highlife aus Ghana oder Jit aus Simbabwe erkennen und goutieren zu können. Die, die es angezettelt haben, wollen aber gar nichts damit zu tun haben - und korrigieren mit ihrem zweiten Album "Contra" das leicht verzerrte Bild. Sänger Ezra Koenig räumte gegenüber Henrik Drüner final mit allerlei Missverständnissen auf. mehr...

 


Als Autor aller Texte (aktuell 586 CD-Rezensionen und 616 Konzertberichte, Interviews oder sonstige Features) untersage ich jeglichen Missbrauch (Impressum). Bei Wunsch nach Abdruck einzelner Texte oder Textpassagen bin ich nach Rücksprache selbstverständlich zu Kooperationen bereit.

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